Valle Argentiera

Liebe Leser,

ein schönes, kleines wie entlegenes Hochtal, das sich südlich von Sestiere in Richtung Südosten erstereckt ist das Valle Argentiera. Beliebt bei Ausflüglern und Wanderern, die im Sommer das Hochtal besuchen, haben wir es im Juni fast für uns allein. Das gut befestigte und meist glatt planierte Schottersträßchen eignet sich eigentlich ideal für Anfänger ohne Schottererfahrung und kann auch leicht mit schweren Tourern befahren werden. Denzel gibt die Schwierigkeit mit SG 3-4 an, die aber erst in dem oberen Lagen erreicht wird. Der Endpunkt der Strecke liegt beim Bergbauernhof Gran Miol auf 2410 m, der je nach Schneelage erst später im Jahr erreichbar ist. Gerade in den bewaldeten Nordflanken kann der noch vorhandene Schnee die Auffahrt bereits früher beenden. Der folgende Grenzpass Col de la Mayt (2706 m) ist nur zu Fuß erreichbar.

Am Ortsausgang von Sestriere, in südwestlicher Richtung fahrend, biegen wir von der SR23 kommend nach links auf die SP215 ab. Dem Hang abwärts folgend passieren wir Grange Sises und Bessé Basso, zwei kleinere Dörfer. Kurz nach einer rechts führenden Serpentine verlassen wir die S215 nach links ins Valle Argentiera. Hier überqueren wir den gut mit Schmelzwasser gefüllten, wild über das grobe Flußbett schießenden Torrente Ripa und wenige 100 m später geht das Teersträßchen in Schotter über. Die Trasse ist breit, planiert, gut ausgebaut und fährt sich hier fast besser als die teilweise aufgebrochenen Asphaltstraßen der Umgebung.

Der gute Zustand verleitet ein wenig zum schnell fahren. Nur die schöne Landschaft im Hochtal bremst diese Bemühungen ein wenig aus und lädt zu gemäßigterem Tempo ein.

Stellenweise führt der Weg durch Nadelwälder und an Wiesen vorbei. Die immer wieder eingezäunten Parkplätze lassen vermuten, wie viele Besucher hier im Sommer zu erwarten sind. Bei Brusa del Plan wird das Tal breiter und flach. Man fährt am rechten Berghang und durchquert immer wieder kleine aus den Hängen kommende Bäche, die das Schottersträßchen queren und in den Torrente Ripa münden.

Etwa 9 km nach der Abzweigung von der SP215 teilt sich der Weg an einer Brücke über die im Vergleich zum Unterlauf bereits recht klein gewordenen Torrente Ripa. Hinter dieser Brücke isr der Weg für Kraftfahrzeuge gesperrt. Wir respektieren das Verbot und machen eine kleine Rast. Alternativ kann man vor der Brücke rechts den Hang hinauf eine kleine Schotterstraße in Richtung Gran Miol fahren. Derzeit liegt hier in den Nordhängen aber noch Schnee, so dass wir uns auf den Weg zurück nach Sauze di Cezana machen. 

Alles in allem ein schöner und lohnenswerter Abstecher auf einer Tour von der Assietta Kammstraße kommend auf dem Weg zum Colle Bercia. Anbei noch weitere Bilder sowie der GPS Track. Viel Spaß auf Eueren Touren im Piemont!

Herzliche Grüße
Euer Friedbert

GPS Track

Weitere Bilder von der Tour

 

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